Freitag, 25. Mai 2012

Piercing-Serie - Teil 1: Grundfragen

Ab heute möchte ich mich in unregelmäßigem Abständen einem Thema widmen, das mich selbst sehr interessiert [und da geht es nicht nur mir so]: Piercings. Ich habe selbst ein paar und bin derzeit am überlegen, ob es nicht noch mehr werden sollten.
Aber so etwas will - ähnlich wie bei einem Tattoo - gut überlegt sein, denn man sollte es nicht übertrieben. Hätte ich alle Piercings durchgezogen, die ich im Laufe meiner Jugend als unglaublich cool und lebenswichtig empfunden habe, wär ich heute ein Spaß für jeden Metalldetektor...! Genau darum soll es in dem kommenden Post gehen, und ich habe mir überlegt, daraus eine kleine Serie zu machen, weil es zu dem Thema einfach so viel zu erzählen gibt und ich hier keinen mit einem einzigen Post erschlagen will. Zugegeben, dieser Beitrag war in ähnlicher Form schon in meinem anderen Blog zu lesen, aber da hab ich das mit der Serie dann irgendwie doch nicht so durchgehalten. Hier würde ich das gern auch ein bisschen zum Meinugnsaustausch machen. Julia hat bestimmt auch bald mal was zum Thema Dehnen zu erzählen, damit kenn ich mich nämlich so gar nicht aus.

Nun geht es also um mein gesammteltes Halbwissen in Sachen Körperdurchlöherei – bei Desinteresse einfach nicht weiterlesen. Bei allen anderen habe ich die Hoffnung, dass mein Text wenigstens ein bisschen hilfreich sein könnte.
Zu Beginn eine kleine Vorwarnung: Ich bin natürlich kein Profi, sondern einfach nur ein Mensch mit ein paar Piercings, und kann dementsprechend natürlich nur meine subjektiven Erfahrungen und Meinungen weitergeben.

Heute geht es erstmal los mit zwei wichtigen Grundfragen:

Welches Piercing soll es sein?

Der erste logische Schritt: Überlegen. Welches Piercing will ich überhaupt - und warum? Weil es Trend ist? Weil es außergewöhnlich ist? Weil es mir gefällt? Für mich ist letzterer Grund immer der Ausschlggebende, aber im Endeffekt muss das natürlich jeder selbst wissen.
Beachten sollte man dabei vor allem auch das: Nicht jedes Piercing passt auch zu jedem Menschen, manche sind anatomisch nicht einmal möglich, weil z.B. für Ohrknorpelpiercings die betreffenden Knorpel auch gut ausgeprägt sein müssen. Das kann man natürlich vom Piercer checken lassen. In Sachen Optik sollte man sich meiner Meinung nach aber zu allererst auf seinen eigenen Geschmack verlassen und erst in „zweiter Linie“ auf Freunde, Eltern oder sonstige Menschen hören. Du selbst bist es, der bzw. die damit herumlaufen muss!
Dann gibt es natürlich auch eine wahnsinnig große Anzahl an verschiedenen Piercings, die ich natürlich nicht alle kenne – und selbst wenn, hätte ich keine Lust, alle einzelnen aufzuzählen und zu erklären. Die Seite piercing-arten.de gibt einen ganz guten Überblick [zum Teil sogar mit Videos] und auch der Wikipedia-Artikel zum Thema ist nicht mehr allzu scheußlich. Ich will hier aber nicht für die Richtigkeit der Inhalte garantieren - die besten Infos bekommt man natürlich immer noch direkt beim Piercer. Und Achtung: nicht jeder Piercer bietet alle Piercings an – seriöse Studios schon gar nicht. Das hat einen einfachen Grund: Piercings gelten rechtlich als Körperverletzung und manche davon sind einfach scheißriskant. Daher sollte ein Piercer auch nur das stechen, was er sich zutraut, bzw. was er wirklich kann.

Wer darf sich piercen lassen?

Wie oben bereits erwähnt, gilt das Piercen in Deutschland als Körperverletzung und muss im Einverständnis von Piercer und Kunde geschehen. Piercer sichern sich das Einverständnis des Kunden deshalb vertraglich ab – die Verträge beinhalten unter anderem auch Informationen über mögliche Allergien etc. Auf der anderen Seite ist der Piercer dadurch dazu verpflichtet, sämtliche Risiken zu erläutern. Natürlich können solche Verträge nur von Geschäftsfähigen geschlossen werden, darum ist bei Minderjährigen mindestens die Unterschrift der Eltern/Erziehungsberechtigten, manchmal sogar deren Anwesenheit nötig.
Grundsätzlich stechen die meisten Piercer, die ich kenne, erst ab einem Alter von 14 Jahren zu und führen dann auch nur die als harmloser geltenden Piercings [Nase, Nabel, einige Ohrknorpelpiercings] durch. Für die meisten „heftigeren“ Piercings muss man 16 oder sogar volljährig sein. Hierzu gibt es zwar keine gesetzlichen Vorgaben, allerdings ist das - soweit ich weiß - eine Art Piercer-Kodex oder sowas. Finde ich persönlich auf jeden Fall ziemlich sinnvoll.


Das war es heute erst einmal, es soll ja informativ bleiben und ich will niemanden mit zu viel Text langweilen. Demnächst geht es dann um die Methoden des Piercens und um die Auswahl des Piercers - beides Themen, die so komplex sind, dass sie vielleicht auch jeweils einen eigenen Beitrag bekommen.

Ich wünsche euch einen wunderbar sonnigen Tag und dass ihr die Zeit habt, das Wetter zu genießen.

Tabea


PS: Ich bin bei Sachen, von denen ich selbst nur ein bisschen Ahnung habe, immer ganz froh, wenn man mich auf Fehler hinweist. Oder schreibt mir einfach eure Erfahrungen ;)

1 Kommentar:

  1. Schönen Blog habt ihr da. :)
    Besucht doch mal meinen, würde mich rieesig freuen, wenn ihr Follower werden würdet <3
    Eure Maiju
    :)
    www.footprintsinthesand-diary.blogspot.de

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