Mittwoch, 11. Juli 2012

Piercing-Serie Teil 2

Hallo ihr Lieben :)

Ich stecke momentan mitten in der Püfungsphase und habe kaum Zeit zum Bloggen. Ich bin nämlich gerade am lernen - bisweilen mit mäßigem Erfolg. Man ist aber manchmal auch sooo unmotiviert...
Eigentlich wollte ich als nächstes auch über die Essence-Düfte schreiben, als Ergänzung zu Finjas Post quasi. Aber: auch dafür braucht man Zeit, die ich halt im Moment nicht habe. Ich will euch hier ja meine Meinung schildern und nicht nur ein paar sinnlose Worte in den Raum knallen.
Was nun? Ich hab da mal was vorbereitet ;) Denn ich hatte mal ein bisschen zur Piercing-Serie vorgeschrieben, sodass ich hier jetzt einfach den nächsten Teil liefere. Ich hoffe, es interessiert.

Wo kann bzw. sollte man sich piercen lassen?


Der Beruf des Piercers hat keine staatliche Anerkennung, es ist also nicht fest geregelt, wer überhaupt piercen darf – mindestens eine Heilpraktiker-Ausbildung ist aber nötig, soweit ich weiß. Einige Menschen gehen aus diesem Grund zum Arzt/Chirurgen und lassen das da machen - kein Witz: ich habe selbst solche Geschichten schon von Bekannten gehört. Da frage ich mich allerdings, was das soll. Erstens ist ein Arzt ein Arzt und dementsprechend sicherlich nicht für, sondern gegen vorsätzliche Körperverletzungen, auch wenn diese ganz absichtlich und aus ästhetischen Gründen geschehen. Und zweitens fehlt ihm in den allermeisten Fällen einfach die Erfahrung, es ist schließlich nicht sein Job, Piercings zu stechen. Auch würde ich persönlich davon abraten, Ohrlöcher beim Juwelier schießen zu lassen. Das hat einerseits mit der Praktik des Schießens zu tun, zu der ich mich aber später noch äußere. Des Weiteren verhält es sich mit dem Juwelier wie mit dem Arzt: das Durchlöchern von Körperteilen ist nicht seine primäre Aufgabe, es fehlt also die nötige Erfahrung und Routine.
Mit einem guten Studio ist man sicherlich besser beraten. Woran man ein gutes Studio optisch erkennt, kann ich nicht wirklich sagen – ich war erst in zweien. Davonlaufen würde ich, wenn die Piercer um den heißen Brei herumreden, verplant wirken oder anstelle einer ausführlichen Beratung direkt mit dem Piercen loslegen wollen. Ein seriöser Piercer nimmt sich Zeit, die Abläufe und natürlich auch die Risiken zu erklären. Ein guter Indikator ist auch immer der Körperschmuck, den der/die Piercer/in selbst zur Schau stellt: Sieht alles gut [gerade] gestochen aus? Hat die Person allgemein ein gepflegtes Äußeres? Wie sieht es mit Narben aus? Trägt er/sie nur Standardpiercings oder auch experimentellere? Gerade im letzteren Fall bin ich persönlich der Meinung, dass ein Piercer nur das stechen sollte, womit er selbst auch gewisse Erfahrungen hat - nicht nur im Stechen, sondern auch damit, was der Träger so alles beachten muss, welche Probleme sich ergeben können und so weiter... Optische "Seriosität" - wie auch immer man die festlegen mag - muss hier also nicht der Maßstab sein, experimentellere Menschen haben vermutlich auch schon mehr [schmerzhafte] Erfahrungen gemacht. Und eines ist auch wichtig: Sympathie! Oder wollt ihr euch von jemandem zerstechen lassen, bei dem ihr irgendwie unentspannt seid?
Natürlich solltet ihr auch einen Blick auf die Gerätschaften werfen können - sieht alles irgendwie siffig aus? Nichts wie weg! Das ist meines Wissens aber nicht die Regel. Richtige Piercer desinfizieren und sterilisieren ihre Arbeitsflächen, -räume und -geräte regelmäßig vor und nach dem Piercen, verwenden Einmalkanülen und so weiter. Viele geben auch Auskunft darüber, wie sie dabei vorgehen, wenn man es genau wissen will.
Vorsicht ist auch bei den Preisen geboten: entscheidet euch nicht für ein beliebiges Studio, bloß weil ihr dort besonders wenig zahlt. Ein gutes Piercing hat seinen Preis, denn: es soll vernünftig gestochen sein, möglichst wenig Komplikationen mit sich bringen und so weiter, darum ist auch das Schmuckmaterial wichtig, und in der Regel ist auch die Nachsorge im Preis inbegriffen. Vermeintliche Schnäppchen bekommt man nur auf Kosten der eigenen Gesundheit. Hilfreich ist es natürlich immer, wenn man Leute kennt, die selbst tolle Piercings haben und Studios empfehlen können.
Ich hoffe, das war in irgend einer Form hilfreich. Weiter geht die Serie mit Methoden des Piercens, meinen eigenen Erfahrungen - die hier ja schon ein wenig zum Tragen kamen - und mit meinen Piercings. Dann auch mit Bildern.

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend und setze mich jetzt mal weiter an meine Bücher...

Tabea

1 Kommentar:

  1. Also meine Piercerin war sehr unfreundlich und ist es immer noch, aber die 3 Minuten, die das Stechen gedauert hat, war das jetzt nicht so wild. xD

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